Unsere Abläufe – auf ein Wort (Teil 1)
Liebe Leser*innen,
heute möchten wir gerne damit beginnen, ein wenig Transparenz in Bezug auf unsere Abläufe (Telefonische Sprechzeit, Anfragen, Terminvereinbarungen, Befundberichte etc.) zu schaffen. Einige Abläufe sind vielleicht für Sie schwer nachzuvollziehen, mit einer Erklärung über das „Wieso, weshalb, warum“ deshalb besser zu verstehen.
Die gesetzlich festgelegte telefonische Sprechzeit von 200 Minuten (seit April 2017) mag auf den ersten Blick wenig (im Vergleich zu der Sprechzeit einer Hausarztpraxis) erscheinen, war aber in der Form ein Novum für Psychotherapeut*innen bei der Einführung. Im Gegensatz zu einer Hausarztpraxis arbeiten Psychotherapeut*innen in der Regel allein und ohne Angestellte, die Anrufe entgegennehmen und weitere Verwaltungstätigkeiten durchführen. Zeit, die für diese Tätigkeiten aufgewendet werden, finden also in der Regel außerhalb der Therapiezeiten statt. Aus diesem Grund war die Etablierung der wöchentlichen 200 Minuten telefonische Sprechzeit für einige Therapeut*innen eine logistische Herausforderung. Insbesondere wenn ein voller Kassensitz regelhaft ausgeübt wird. Eine sinnvolle Zeit zu finden, in der Personen anrufen können, bei gleichzeitiger Gewährleistung optimaler Verfügbarkeit für Therapien und Diagnostik, ist schwieriger als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Im Bereich der Psychotherapie für Kinder und Jugendliche, mit einem Schwerpunkt auf neuropsychologischer Diagnostik, ist es eine Abwägung. Denn hier sind es in der Regel Eltern oder andere Bezugspersonen, die Anfragen haben oder Termine vereinbaren möchten. Vormittags arbeiten viele, nachmittags entweder auch oder es stehen andere Tätigkeiten, auch in Verantwortung für das Kind, im Mittelpunkt. Abends arbeiten ebenfalls einige Eltern, da sie tagsüber Kinder betreuen, sie bereiten das Abendessen zu oder verbringen Quality-Time mit der Familie oder sind mit der Einschlafbegleitung beschäftigt. Welche Zeit ist die richtige Zeit für die telefonische Sprechzeit? Insbesondere, wenn auch Wohngruppen, Lehrer*innen, Betreuer*innen und weitere Personen in der telefonischen Sprechzeit Fragen haben oder Termine vereinbaren möchten. Wir haben seit Juli 2020 die gleichen Sprechzeiten. Montags und dienstags von 10:00 Uhr bis 11:40 Uhr. In den Jahren davor, seit der Einführung, hatten wir andere Zeiten (aufgeteilt auf 3 Tage abends bzw. mittags). Tatsächlich haben sich die gleichbleibenden Zeiten bewährt. Sie sind ein Kompromiss aus den verschiedenen Bedürfnissen (Auswertung vieler Rückmeldungen) und eigener Erfahrungen. Da diese telefonische Sprechzeit, mit Ausnahme von Feiertagen und Urlaubszeiten, wöchentlich stattfindet, mit jeweils 100 Minuten pro Montag bzw. Dienstag zeitlich auch ausführliche Fragen und Anliegen berücksichtigen kann, halten wir dies für ein sinnhaftes Angebot. Jeweils hier und da 15 oder 30 Minuten sind wesentlich unübersichtlicher, verhindern die ausführliche Beantwortung von Fragen und verunmöglichen auch, dass wenn die Leitung belegt ist, erneut angerufen werden kann, denn dann ist meist die Sprechzeit bereits vorbei. Seit geraumer Zeit rufe ich auch alle Anrufer*innen, die in der Sprechzeit nicht durchgekommen sind, weil die Leitung belegt war, zurück sofern die Rufnummer auf dem Display erschien und es sich nicht um anonyme Anrufe gehandelt hat. Wir hoffen der Ablauf unserer telefonischen Sprechzeit ist mit diesen Einblicken etwas transparenter geworden für Sie. Wir werden bald weitere Abläufe von uns erläutern.
Viele Grüße und Ihnen eine gute Woche
Roma Mukherjee